Fangen Mit Fangen oder auch Barlaufen,
Abklatschen, Ticken, Hasche, Abschlagen, Fango, Fangsdi,
Einkriegezeck oder Kriegen, bezeichnet man ein simples
Geländespiel, bei dem so genannte Fänger
andere Mitspieler durch eine Berührung fassen
müssen. Zur Verdeutlichung wird dabei oft gerufen: "Du
bist!" Infolge dessen wechseln die Teilnehmer
die Seiten, das heißt, der Jäger wird zum
Gejagten und umgekehrt.
Regeln
Die
Regeln sind so verschieden wie die zahlreichen Varianten
dieses Spiels. Zu Beginn steht meistens ein Auszählvers,
der die Gruppe einteilt oder bestimmt, wer zuerst Fänger
sein muss. Oft gibt es aber die Regel, dass das sofortige
Zurück-Fangen nicht erlaubt ist. Der Regelspruch
dazu lautet in vielen Gegenden: „Wiedergeben hat
kein Leben“. Je nach Anzahl der Mitspieler kann
es mehrere Jäger bzw. Gejagte geben. Auch so genannte
Ausruhepunkte geben dem Fliehenden
etwas Verschnaufpause.
Zahlreiche Varianten kennzeichnen das Fangspiel:
- Hexe, Hexe, was kochst du heute. Auf den
Ruf der Gruppe „Hexe, Hexe, was kochst du
heute?“ antwortet der Fänger (Hexe) mit
dem Namen eines Gerichts (z. B.: Spaghetti mit
Tomatensoße oder eingelegte Kellertreppen etc.).
Je nachdem, ob man die Speise mag oder nicht, geht
man die Silbenanzahl in Schritten auf den Fänger
zu, der in einem begrenzten Spielfeld auf der anderen
Seite steht. Antwortet dieser irgendwann, dass er
gerne kleine Kinder kochen möchte, beginnt
das Fangspiel. Die Abgeschlagenen helfen der Hexe
in der nächsten Runde.
- Fuchs, Fuchs, wie viel Uhr ist es. Der
Fänger Fuchs lauert hinter einem Objekt
und antwortet auf die Uhrzeitfrage der auf der gegenüberliegenden
Spielfeldseite stehenden Hühnchen mit
einer Zahl. Diese Schrittzahl bewegen sich die Mitspieler
nach vorne. Glaubt der Fuchs, er könne
nun einige Hühner fangen, so antwortet
er auf die nächste Frage Frühstückszeit und
versucht, die Mitspielenden abzuklatschen. Wer gefangen
wurde, hilft dem Fuchs in der nächsten Runde.
- Schneider, leih′ mir ′ne Scher′
- Chinesische Mauer. Der Fänger steht
auf einer Linie zwischen den Grenzgängern,
die über die Mauer (Linie) nach China
wollen. Auf ein bestimmtes Kommando laufen alle
los und der Kaiser von China versucht auf
einem begrenzten Spielfeld (Bewegungen nur etwa
3 m vor und hinter der Mittellinie erlaubt) die Durchreisenden abzufangen.
Diejenigen, die er erwischt, werden von ihm als Mauersteine auf
der Mittellinie platziert und hindern bei künftigen
Versuchen den freien Verkehr, indem sie die
Arme ausbreiten, sich allerdings nicht bewegen dürfen.
Mit der Zeit hat die Chinesische Mauer kaum
mehr Durchschlupfmöglichkeiten und der letzte
Gefangene wird neuer Kaiser.
- Katz und Maus. Die Mitspieler bilden einen
Kreis und fassen sich an den Händen. Ein Teilnehmer
wird als Katze und ein anderer als Maus ausgewählt.
Die Katze versucht, die Maus zu fangen. Diese flieht
und kann auch durch den Kreis fliehen, wobei die
Teilnehmer versuchen, durch Heben und Senken der
Arme, der Katze das Durchqueren des Kreises zu erschweren.
- Englische Bulldogge ,British Bulldog oder
Yeti. Eine mit Wer
hat Angst vorm Schwarzen Mann verwandte
Spielart. Alle spielen gegen den Fänger. Dieser
muss seine Opfer 3 Sekunden lang hochheben und sie
schließen sich seiner Mannschaft an und sind
ebenfalls Fänger. Zu dieser Spielart wird gewöhnlich
ein Feld benötigt.
- Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?.
Auf diese Frage antwortet der Fischer mit
einer Zahl (3 m tief; 100 m tief etc.). Auf die
darauf folgende Frage der Spielgruppe: „Wie
kommen wir hinüber?“ gibt der Fänger
eine Bewegungsart an (rückwärts laufen
oder krabbeln oder hüpfen etc.) und nun müssen
sowohl er als auch die Teilnehmer versuchen mit
dieser Bewegungsart die andere Seite zu erreichen,
wobei der Fischer versucht möglichst
viele Fische zu fangen. Der letzte Fisch wird neuer
Fischer.
- Plumpsack oder Der Fuchs geht um.
In dieser Fangspielvariante sitzen die (möglichst
vielen) Teilnehmer im Kreis. Ein Mitspieler, der Plumpsack läuft
hinter den Sitzenden vorbei, wobei der Reim „Dreht
euch nicht um, der Plumpsack geht um. Wer sich umdreht
oder lacht, kriegt den Buckel blau gemacht.“ aufgesagt
wird. Der Plumpsack lässt hinter einem
Mitspieler einen Gegenstand (Säckchen, Tuch
etc.) fallen. Falls dieser das bemerkt, springt
er schnell auf und versucht den Plumpsack einzuholen.
Dieser läuft allerdings so schnell er kann
um die Sitzenden und versucht sich an den Platz
des Fängers zu setzen. Gelingt ihm dies, so
wird der Fänger zum Plumpsack. Wird er dagegen
eingeholt, so muss er unter dem Ruf der Teilnehmer „1,2,3
ins faule Ei“ sich in die Mitte des Kreises
setzen und warten, bis ihn ein anderer ablöst.
- Der Kaiser schickt Soldaten aus: Zwei Gruppen
von Kindern treten gegeneinander an. Die Kinder
nehmen sich an den Händen und bilden Ketten,
die sich einander gegenüber aufstellen. Der
Anführer einer Gruppe (der Kaiser),
befiehlt jetzt einem seiner Soldaten, die
gegnerische Linie in vollem Lauf zu durchbrechen.
Gelingt ihm dies, dann müssen jene beiden,
die nicht stark genug waren die Kette zu halten,
ausscheiden, und er selbst darf zu seinen Kameraden
zurückkehren. Bleibt er aber hängen, dann
wird er gleich in die Kette eingebaut.
- Spitalfangen: Ein, oder mehrere Fänger
versuchen die Teilnehmer zu fangen. Wenn ihnen das
gelingt, wird der Gefangene zum Fänger und
der Fänger zum Teilnehmer. Der neue Fänger
muss sich nun mit einer Hand an der gefangenen Körperstelle
anfassen und so versuchen, die anderen zu fangen
(Am besten am Bein fangen, dann muss der Andere
hüpfend fangen).
Aus Gründen der politischen Korrektheit wird
das Fang-Spiel Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann wegen
des Titels heute bei gleichem Inhalt vielfach umbenannt
(Wer hat Angst vorm Wilden Mann (auch bösen
Mann, blöden Mann usw.
Auszug Wikipedia
|
 |
Fangen |