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Murmeln

Funde aus babylonischer, römischer und germanischer Zeit belegen, dass das Murmelspiel bereits sehr alt ist. Die ältesten Murmeln datieren von 3000 vor Chr.!


Werte / Punktevergabe
In der Regel wird den Murmeln je nach Ausführung ein bestimmter Wert zugewiesen. Dies ist wichtig, da es bei den meisten Spielen auf einen gleichwertigen Einsatz ankommt. Einfache Glasmurmeln mit einem Durchmesser von rund 1 cm haben meist den Wert Einer. Größere Murmeln gelten im Spielwert als Zweier, Fünfer oder Zehner. Eine wichtige Rolle spielt auch das Innenleben der Murmel. Je nach Färbung der eingebrachten Verzierungen ergeben sich andere Werte. Kugeln aus anderen Materialien wie Porzellan oder Stahl erzielen je nach Größe noch höhere Werte wie "Fünfundzwanziger" oder "Fünfziger".

Spielvariationen

Loch oder Einloch oder Kreisje
Die Spieler nehmen etwa 5 bis 8 Schritte vor einem faustgroßen Loch im Boden Aufstellung, nachdem sie zuvor die Reihenfolge ausgehandelt haben (Abzählreim oder Zuruf). Jeder wirft nun 3 oder mehr (je nach Absprache) Klicker nach dem Loch. Je nach der Entfernung der einzelnen Klicker vom Loch wird nun weitergespielt. Der Spieler, der die meisten bereits im Loch unterbrachte, beginnt oder derjenige, dessen Klicker dem Loch am nächsten liegen. Er schiebt die am Boden liegenden Kugeln ins Loch. Verfehlt er, ist der nächste dran. Wer die letzte Kugel einlocht, ist Sieger und erhält entweder alle Murmeln oder einen zuvor ausgehandelten Einsatz.

Fünferloch
Fünf Löcher werden wie auf einem Würfel dargestellt in die Erde gegraben. In jedes Grübchen wird nun der vorher vereinbarte Einsatz gelegt. Nun darf sich jeder versuchen. Wer in ein Loch trifft, erhält die darin befindlichen Murmeln. Wer daneben trifft oder in ein bereits leeres Loch, muss die Murmel als nächsten Einsatz abgeben.

Dotzen oder Andotzen
Eine Linie kennzeichnet das Standmal. Ein Spieler wirft von dort seine Murmel. Der andere versucht, diese durch einen Daumenschuss zu treffen. Gelingt es ihm, gehört die Murmel ihm. Verfehlt er, ist der andere dran. Wer die zuerst geworfene Kugel trifft, ist der Gewinner.

Augenschuss
In einen kleinen eingezeichneten Kreis legt jeder den Murmel-Einsatz. Mit geschlossenen Augen stellt man sich nun über den Kreis und lässt die Murmel aus Kopfhöhe fallen. Wird dabei eine im Kreis befindliche hinausgeschlagen, gehört sie dem Treffenden.

Dieselbe Variante kann man auch spielen, indem man die aus einer vereinbarten Entfernung die Kugeln vom Boden aus hinauszuschnippen versucht.

Burgen treffen oder Schlösschen
Jeder baut vor sich eine kleine Burg oder ein Schloss auf, indem er aus vier Murmeln eine Pyramide bildet. Wem es gelingt, durch einen Murmeltreffer diese zu zerstören, erhält alle Vier. Ansonsten verbleiben die Fehlversuche beim Gegner.

Techniken
Je nach Spielart benutzt man beim Murmelspiel mehrere Techniken:

  • Beim Gelenkwurf wird die Murmel locker zwischen gekrümmten Daumen und Zeigefinger gehalten und aus dem Handgelenk zum Ziel geworfen.
  • Beim Daumenschuss liegt die Murmel auf dem gekrümmten Zeigefinger und wird mit dem Daumen nach vorn geschlenzt. Der Knöchel des Zeigefingers ruht dabei auf dem Boden und die Hand sollte nicht bewegt werden.
  • Beim Schnippen wird die Murmel mit Zeige- oder Mittelfinger leicht oder fest (je nach Entfernung) geschnippt. Hierzu schnalzt man die Finger vom Daumen weg.
  • Beim Schieben rollt man die Murmel mit dem Zeige- oder Mittelfinger nach vorn.
  • Beim Tuppen drückt man von oben mit einem beliebigen Finger auf die am Boden liegende Murmel, bis sie nach vorne wegrutscht und mit einem Effet losrollt.
Auszug Wikipedia

Murmelspiel
  • für mindestens 2 Spieler
  • pro Spieler mindestens 3 - 5 Murmeln (z. B. aus Ton oder Glas)
 
 
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